Reflexzonen:

    Hände sind zum Heilen da

    Die therapeutische Wirkung der Berührung ist unbestreitbar. Berührung ist die einfachste Form der Kommunikation von Mensch zu Mensch, die einfach durch nichts zu ersetzen ist. Die Zärtlichkeit einer Mutter für ihr Neugeborenes drückt sich zumeist in Berührung, hauptsächlich mit den Händen, aus. Spannung und Stress bei Ihrem Partner, gleich welchen Alters, kann durch die hochempfindlichen Nervenendigungen an den Fingerspitzen erfühlt und sanft wegmassiert werden.

    Widerspiegelung bestimmter Körperteile

    Reflexzonen sind Haut- oder Muskelgebiete mit einer inneren Verbindung zu einem anderen Körperteil. Das können Gelenke oder Organe sein wie z. B. Knie, Knöchel, Magen, Darm oder Niere. Man kann sagen, dass Reflexzonen Widerspiegelung eines bestimmten Körperteils in einem anderen Körpergebiet sind. Ganz automatisch werden bei jeder Massage auch Reflexzonen behandelt, die sich über den ganzen Körper verteilen. Ganz wichtige und typische Reflexzonen befinden sich am Ohr, am Rücken und natürlich an den Füßen. Weil mittels Massage die Haut, die Unterhaut und die Muskulatur vermehrt durchblutet werden und über die Reflexzonen eine stabilisierende Wirkung auf die Organe entsteht, wirkt sie auch immunstärkend. Die stärkere Durchblutung sorgt zudem für die Verbesserung des gesamten Hautbildes. So können Erkrankungen der Haut durch Massage günstig beeinflusst werden.

    Lebensenergie anregen

    Die Massage der sogenannten Reflexzonen z. B. Hände und Füße regt auch bei Babys den Fluss der Lebensenergie an. Über Energiebahnen stehen diese bestimmten Bereiche mit dem ganzen Menschen in Beziehung. Die Reflexzonen-Massage bietet die wunderbare Möglichkeit, die körpereigenen Heilkräfte zu aktivieren, so dass der Organismus sich selbst helfen kann und die Lebensenergie wieder ungehindert zu fließen beginnt.

    Die richtigen Reflexzonen finden wir oft ganz intuitiv

    Öfter als wir denken, behandeln wir ganz instinktiv unsere Reflexzonen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Klopfen Sie nicht auch ganz automatisch Ihrem Baby nach dem Essen auf den Rücken, damit es überschüssige Luft leichter aufstoßen kann? Der Grund ist, dass eine Reflexzone für den Verdauungstrakt am fünften Rückenwirbel liegt. Ein anderes Beispiel: Beim Nasenbluten nutzen wir die reflektorische Verbindung vom Nasen-Rachenraum zum Nacken, wenn wir ein nasses Tuch ins Genick legen, um die Blutung zu stoppen. Das Wissen um Reflexzonen kann also bei der Behandlung der unterschiedlichsten Beschwerden helfen. Wann immer wir also unsere Kinder massieren oder einfach berühren, wird nicht nur ein Haut- oder Muskelbezirk stimuliert, sondern auch eine Reflexzone. Das ist auch der Grund, warum gewisse Körperteile bei der "Harmonischen Babymassage" besonders ausführlich und genau massiert werden, z. B. Füße, Hände und Ohren.

    Reflexzonen in der "Harmonischen Babymassage"

    In der "Harmonischen Babymassage" ist die Zielrichtung bei der Behandlung der Reflexzonen allerdings anders: Hier geht es mehr um eine generelle Stimulation des gesamten Organismus, als um eine gezielte Therapie. Deshalb ist es unwesentlich, dass der Massierende bei einem Baby weis, wo sich genau welche Reflexzonen befinden. Es geht vielmehr darum, den gesamten Fuß (Hand und Ohr), systematisch durchzuarbeiten, denn dadurch werden beim Baby ganz automatisch alle Reflexzonen erfasst und stimuliert. Ohne dass wir uns also speziell um die eine oder andere Reflexzone kümmern, wird der gesamte kleine Mensch behandelt.